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Corona Typische Reaktionen – Typ 9

Annegret K. – Typmuster 9 schreibt:

Eine Neun in Zeiten der Corona-Krise

Wir hatten für heute eigentlich ein Gesellschaftertreffen in Ritschweier geplant. Da dies aus den sicher allen bekannten Gründen nicht ging, trafen wir uns zu einem Videochat. Im Rahmen dieses Austauschs ging es auch darum, was denn die Situation so mit uns macht – und was daran typisch ist.

Ich möchte euch hier meine persönlichen und meine „typischen“ Gedanken dazu schildern.

Ich bin Annegret, eine Neun und als solche sehr im Außen orientiert und um Konsens bemüht. Aufgrund der aktuellen Situation arbeite ich seit knapp einer Woche überwiegend im Homeoffice. Das kannte ich bislang nicht und hatte ein bisschen Sorge, ob bzw. wie ich es schaffen werde, mich nicht ständig ablenken zu lassen – was ja bekanntlich auch ein Thema der Neun ist.

Corona und die damit verbundene Krise – was bedeutet das eigentlich für mich?

Mein Kopf setzt sich mit den Fakten auseinander und ich versuche herauszufinden, was gut und richtig ist – für mich, für die Menschen um mich herum und für uns alle. Schade, dass nun die eine oder andere Veranstaltung, die ich besuchen wollte, abgesagt wurde, aber nicht so schlimm. Ist es noch okay, meine Eltern, beide über 80 und mit Vorerkrankungen, zu besuchen? Zur Krankengymnastik gehe ich nach wie vor – zweimal in der Woche – solange die Praxis noch geöffnet ist. Zum einen, weil ich es als Rollstuhlfahrerin einfach brauche und es meine Beweglichkeit erhält. Zum anderen auch, weil ich spüre, dass mir diese „legitime“ Nähe guttut. Soweit mein Kopf.

Wenn ich die Berichte über uneinsichtiges Verhalten sehe, höre oder lese, spüre ich, wie großes Unverständnis in Verbindung mit Wut in mir aufsteigt. Sind die Menschen wirklich so naiv – oder sind sie zu dumm oder zu arrogant? Ich kann viele Meinungen stehen lassen, aber in einer solchen Situation sind Meinungen das eine und Verhalten das andere. Ja, auch ich hätte mich gerne in ein Straßencafé gesetzt und einen Cappuccino getrunken diese Woche. Ich habe mich stattdessen in meinen Vorgarten gesetzt und ein Buch gelesen.

Und wie fühle ich mich?

Diese Frage zu beantworten, fällt mir sehr schwer – auch nicht untypisch für eine Neun. Ich fühle mich allein, wenn ich die Paare hier vor meinem Fenster vorbeigehen sehe. Ich habe Angst, ohne genau beschreiben zu können, wovor. Ein bisschen vor der Ungewissheit, was kommen wird, wenn die Corona-Krise vorbei ist. Und davor, ob ich mit dem, was mich und uns dann erwartet, wohl zurechtkommen werde. Ich habe keine (oder nur sehr wenig) Angst davor, selbst zu erkranken. Was, wenn sich meine Eltern infizieren? Bei ihnen befürchte ich einen schweren Verlauf – und damit dann die Aussicht, dass Sie ins Krankenhaus müssen und wir sie nicht besuchen dürfen. Und sie womöglich ganz alleine sterben müssen.

Das Homeoffice werde ich wohl ganz gut hinbekommen – eine neue Herausforderung stellt sich: wir werden vermutlich ab April in Kurzarbeit gehen. Das heiß derzeit: nur zeitkritische Aufgaben im Homeoffice erledigen und ansonsten Zeitguthaben abbauen. Noch habe ich da einiges zu tun – aber dann?

Corona bedeutet für mich: mehr Raum ohne Ablenkung und damit mehr Chancen bei mir zu sein oder zu mir zu kommen. Auch das macht mir ein bisschen Angst.

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