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Menschenbild

Collage aus erwachsenen Menschen

Hintergrund und Menschenbild

Neulich war ich in einem osteuropäischen Land. Ein Land, das ich noch nicht aus vorherigen Besuchen kannte. Ein bisschen ein seltsames Gefühl. Guten Tag kann ich gerade noch sagen in ihrer Sprache, aber das ist alles. Einige der Sitten und Gebräuche sind anders. Ich weiß nicht, welche Dinge ähnlich gehen und welche anders sind.
Eigentlich ist das eine begünstigte Position. Ich weiß, dass ich eigentlich vom Land nichts weiß. Ich muss fragen, mich behutsam umschauen. Wie geht das in diesem Land? Wie begrüßt man sich in diesem Land? Wie spricht man mit Leuten in diesem Land? Wie verhält man sich als Gast in diesem Land? Wo verletzt man Menschen, ohne es zu beabsichtigen, in Bezug auf politische, religiöse oder moralische Themen in diesem Land? Ich weiß, dass ich nichts weiß! Ein begünstigte Position, weil es in mir eine Haltung der Neugier, des Fragenmüssens, des Lernen Wollens erzeugt: Wer seid Ihr? Wer bist Du? Wie funktioniert Ihr in Eurer Welt?
Was wir bei Besuchen anderer Länder oft noch wissen – ich weiß, dass ich von Euch nichts weiß – haben wir auf dem Territorium unserer unterschiedlichen Persönlichkeiten offenbar vergessen. Oh ja, so hofft und beteuert mancher, Menschen sind Individuen, keiner ist wie der andere, aber dann macht er durch sein Verhalten deutlich: „Jeder sollte eigentlich so sein wie ich. Sieht nicht jeder die Welt so wie ich sie sehe? Würde nicht jeder so fühlen und sich so verhalten wie ich? Und wenn es ein Problem gibt, dann musst folgerichtig ja auch Du die Ursache dafür sein, nicht ich, nicht unsere Unterschiedlichkeit. Ich brauche mich nicht in Frage zu stellen, mich zu verändern, weil ich ja normal bin, und wenn Du Dich nur ein kleines bisschen verändern würdest, kannst Du es vielleicht auch noch werden und unsere Beziehung würde glücklicher“.
An diesem Punkt setzt das Enneagramm ein. Es lehrt uns, die Ähnlichkeit der Menschen zu achten, da wo wir ähnlich sind, und unsere Unterschiedlichkeit zu achten, wo wir unterschiedlich sind. Selten habe ich Menschen getroffen, die so erfüllt waren von respektvoll- neugierigen Fragen wie: „Wer bist Du, und wie bist Du anders als ich? Kannst Du mir Deine Welt erklären, weil ich sie nicht ganz verstehe? Wie kann ich von Dir lernen?“ wie bei Menschen, die sich ernsthaft und nicht im Sinne einer Zuckerwürfelpsychologie ( “Der Zwilling ist flatterhaft, intelligent und neugierig “ ) mit dem Enneagrammsystem auseinandergesetzt haben.
Menschen sind verschieden – wir, Sie. Unsere Typenlehre lehrt uns das. Das zeigt sich auch darin, dass verschiedene Menschen bei jedem Thema unterschiedliche Aspekte desselben betrachten und für wichtig erachten. Wir versuchen, den Unterschied zu erkennen, zu leben und zu nutzen und es ist dieser Hintergrund, auf dem wir das Enneagramm weitervermitteln möchten.