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Emotionale Fixierung


Jeder Typ hat eine emotionale Fixierung, einen, wie Helen Palmer sagt, geheimen Organisator, etwas, das ihn wie Treibstoff, wie eine Leidenschaft immer wieder antreibt, von Minute zu Minute. Am Anfang unseres Erkenntnisweges sind uns diese Fixierungen höchst unbewußt. Sie werden mit Selbstidealisierungen aus unserem Bewußtsein geschoben und sind oft erst nach längerem Selbststudium bewußtseinsfähig.

Das Erkennen und bewußte Wahrnehmen dieser Leidenschaft im Alltag ist vorrangiges Ziel der Arbeit mit dem Enneagramm. Wird die Leidenschaft in ihrer ganzen Kraft erlebt, ohne dass man ihren Handlungsimpulsen folgt, so verliert sie für diesen Moment ihre Macht über uns und kann sich in ihr höheres Gegenteil („höhere Aspekte“) verwandeln, und wir sind – wenigstens für Augenblicke – frei von den Zwängen unserer Persönlichkeit.
So berichten uns entwickelte Einsen, dass sie unbewusst von Wut angetrieben werden. Diese Wut ist ihnen am Anfang ihres Weges nicht bewusst, steuert jedoch alle ihre Wahrnehmungen und ihre Verhaltensweisen, zum Beispiel ihre Suche nach Fehlern.
Wer würde von den hilfreichen, aufopfernden, selbstlosen Zweien denken, dass ihr eigentlicher Motor der Stolz ist. Aber erfahrene Zweien wissen, dass hinter der hilfreichen Fassade Stolz der Treibstoff für ihr Handeln ist.
Wer würde denken, dass Erfolg, Effektivität und Kompetenz der Dreien oft nur scheinbar ist und auf der Leidenschaft der Täuschung beruht. Erfahrene Dreier jedoch können uns berichten, wie sehr Täuschung und Selbsttäuschung ihr Leben dominiert und organisiert.
Wer würde von der leidenschaftlichen, gefühlvollen Vier denken wollen, dass ihre Triebfeder der Neid ist. Vierer mit viel Erfahrung in Selbstbeobachtung können jedoch entdecken, dass dies ihr Hauptmotiv ist.
Wer würde von der abstinenten, logischen, beobachtenden, zurückgezogenen Fünf denken, dass sie von Habsucht zusammen-gehalten wird.“ Ich bin nicht habsüchtig, ich brauche nichts „, mag eine unerfahrene Fünf sagen. Aber ihr erfahrenes Gegenstück wird aufzeigen können, wie sehr sie minütlich von Habsucht gesteuert ist.
Wer würde von der loyalen, pflichterfüllten Sechs denken, dass sie minütlich sich und ihre Welt mit Zweifeln zernagt und daher von Angst getrieben wird. Bewusste Sechser berichten jedoch, dass nicht die Welt ein gefährlicher Platz ist, sondern dass sie selbst durch ihre Zweifel die Welt unsicher und angsterweckend machen.
Würde jemand von der Sieben denken ( am wenigsten sie selbst ), dass Unersättlichkeit ihrer positiv getönten Lebenshaltung zu grunde liegt. Erfahrene Siebenen berichten jedoch, dass ihnen die Unersättlichkeit bei einem wahrhaft befriedigenden Leben ständig in die Quere kommt.
Wer würde den Achten in ihrem wütenden Einsatz für Gerechtigkeit Exzessivität als treibende Kraft unterstellen wollen. Erfahrene Achten quellen jedoch über von Beispielen, wie sie für Gerechtigkeit einzutreten schienen und eigentlich nur exzessiven Lust- und Racheimpulsen folgten.
Die Neun in ihrer Überzeugung, eine friedfertige, harmonische Person zu sein, ist nicht leicht davon zu überzeugen, dass Trägheit all ihrem Handeln zu Grunde liegt. Bewusstere Neunen können die Punkte benennen, wo sie träge dem Einsatz für ihre eigenen Bedürfnisse ausgewichen sind.