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Drei Zentren der Intelligenz

Jedem der neun Punkte im Enneagramm ist ein psychologisches Grundmuster zugeordnet. Jeweils drei dieser Grundmuster sind den drei verschiedenen Zentren der Intelligenz – oder auch emotionalen Grundkräfte – zugeordnet.
Diese drei Zentren (in der Literatur auch teilweise Triaden genannt) sind

Kopfzentrum (Ratio und Verstand)
Herzzentrum (Emotionen und Beziehung)
Bauchzentrum (Instinkte und Intuition)

Jeder Mensch hat Zugang zu allen drei Zentren, in der Regel ist allerdings eines dieser drei Zentren dominant.

KOPFZENTRUM
Das Grundthema, die Grundkraft im Kopfzentrum ist Sicherheit, das Bedürfnis nach Orientierung. Die Typmuster 5, 6 und 7 sind diesem Zentrum zugeordnet und versuchen auf unterschiedlicher Weise selbst das Gefühl Sicherheit zu erzeugen. Dabei ist es das Ziel, das grundlegende Gefühl der Bedrohung und der (eigenen) Unfähigkeit nicht zu sehr empfinden zu müssen. Anders ausgedrückt könnte man es auch so beschreiben: Denken kommt vor Handeln – ANGST aktiviert das Sicherheitsdenken
Typ 5 sucht die Sicherheit in der rationalen Analyse, in dem präzisen Beobachten, in der Anhäufung von Wissen. Die Aufmerksamkeit geht vom Fühlen und vom Körper weg. In meinen eigenen Wahrnehmungen und Gedanken fühle ich mich sicher.
Typ 6 sucht die Sicherheit durch ständiges „Fahnden“ nach verborgenen Absichten und Risiken. Kann ich hier sicher sein? Wahrscheinlich doch eher nicht, oder? Gibt es Halt und Verlässlichkeit für mich?
Typ 7 sucht die Sicherheit durch automatische Ausrichtung auf positive Reize und Vorstellungen. Auf diese Weise werden gute Gefühle erzeugt, an den er festhalten kann. Was könnte ich als nächstes tun, um etwas Angenehmes zu erleben?

HERZZENTURM
Das Grundthema, die Grundkraft im Herzzentrum ist der ständige Versuch mit Empathie nach Kontakt und Beziehung zu suchen, um sich selbst nicht so wertlos und ungeliebt zu fühlen. Die Typmuster 2, 3 und 4 sind diesem Zentrum zugeordnet. Anders ausgedrückt könnte man es auch so beschreiben: (Mit)Fühlen – für Beachtung und Anerkennung sorgen und so die Angst vertreiben, ich bin nicht liebenswert.
Typ 2 unterdrückt den Schmerz über die eigene Wertlosigkeit und den Hunger nach Liebe mit einer starken Betonung des anderen Menschen. Ich fühle direkt, was du brauchst und das gebe ich dir. Ich selbst brauche nichts.
Typ 3 kompensiert die gespürte Wertlosigkeit durch gekonnte Selbstdarstellung und Leistung. Ich weiß intuitiv, was hier erwartet wird und so passe ich mich hier wie von selbst einfach an.
Typ 4 löst das Problem des Ungeliebtseins durch die Identifikation mit dem Selbstbild, etwas ganz Besonderes zu sein. Der Schmerz wird erträglich, indem er verklärt und dramatisiert wird.

BAUCHZENTRUM
Das Grundthema, die Grundkraft im Bauchzentrum ist das Thema der Autonomie. Die Typmuster 8, 9 und 1 versuchen sich nicht so machtlos und unterlegen zu fühlen. Anders ausgedrückt könnte man es auch so beschreiben:(Intuitives ) Handeln und so die Autonomie verteidigen – Kämpfen gegen die Angst, nicht wichtig zu sein
Typ 8 kompensiert Schwäche und Machtlosigkeit durch eine starke Ladung Energie, mit einer starken Identifikation mit Kraft und Stärke. Mir kann keiner was. Jeder soll wissen, dass ich hier bin.
Typ 9 löst das Problem der Machtlosigkeit durch Verzicht auf eigenes Wollen und Verschmelzung mit dem größeren Ganzen. Mir ist alles recht. Ich bin zufrieden.
Typ 1 bewältigt die innerlich empfundene Machtlosigkeit durch moralische Überlegenheit. Sehr scharfe Selbstkritik ist eine Möglichkeit sich gegen (drohende) Kritik von außen zu wappnen. Ich sehe sofort den Fehler. Ich bin zornig über mangelnde Perfektion.