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9 Typen in der Kindheit

Typdiagnostik / Typisierung von Kindern

Das Enneagramm ist ein machtvolles Werkzeug. Es kann wie jedes Werkzeug zum Nutzen und zum Schaden angewendet werden. Besonders bei der Verwendung im Zusammenhang mit Kindern besteht die Gefahr der missbr√§uchlichen Anwendung durch vorschnelle und falsche Zuschreibungen. Bitte betrachten Sie die Verortung von Kindern stets als Hypothese, welche der st√§ndigen und kritischen √úberpr√ľfung bedarf und Motivation und Anlass zur weiteren Beobachtung und Auseinandersetzung mit den eigenen Annahmen bietet.

Wir w√ľnschen uns in diesem Zusammenhang eine Haltung, die gepr√§gt ist von, Empathie, Respekt und¬†Offenheit, besonders f√ľr¬†die Aspekt die Ihnen¬†fremd¬†sind oder die¬†Sie nerven¬†an¬†Ihrem Kind.¬†Dann kann¬†das Wissen um die¬†Typen zu einem tieferen Verst√§ndnis und zu Wertsch√§tzung f√ľr die Pers√∂nlichkeit Ihres Kindes mit seinen Motiven, seinen Bed√ľrfnissen und seiner Art zu denken, zu f√ľhlen und zu handeln werden. Die selbstreflexive Arbeit mit dem eigenen Typus sollte immer im Vordergrund stehen.

Typbeschreibungen Kinder

Der Perfektionist

Kinder vom Typ 1 – Der Perfektionist

Kinder dieses Musters wirken oft angespannt (sogar im Spiel), Ernsthaftigkeit, sie ma√üregeln und belehren gerne andere, sie beginnen S√§tze oft mit ‚ÄěDu darfst nicht…‚Äú, ‚ÄěDu musst…‚Äú, ‚ÄěDu sollst…‚Äú, √úbertragene Aufgaben werden gewissenhaft ausgef√ľhrt, sie sind ehrlich und gerecht, sie sind zuverl√§ssig, sie probieren Neues nicht aus, wenn sie sich nicht sicher sind, dass sie es richtig machen, sie geben sich M√ľhe, sie sind kritisch mit sich und anderen, Sauberkeit und Ordnung sind wichtige Themen, sie zeigen Scham und √Ąrger bei eigenen Fehlern, sie bewerten, sie dr√§ngen sich anderen nicht auf, sie wollen alles richtig machen, f√ľr sie gibt es nur eine die eine Art etwas richtig zu machen, unterdr√ľckter Zorn wenn andere nicht so sind wie sie sein sollten, sie wirken manchmal etwas steif oder h√∂lzern, sie k√∂nnen ungewohnt emotional werden, wenn sie in Not geraten, sie bleiben dran, bis das Ergebnis f√ľr sie richtig ist, auch wenn sie keinen Spa√ü mehr an der Sache haben, sie k√∂nnen in √ľberm√§√üige Wut geraten, wenn andere ihre Ordnung st√∂ren. Als Erziehende f√ľhlen wir uns manchmal belehrt oder kritisiert, sie sagen uns, wenn wir einen Fehler gemacht haben, sie wirken manchmal wenig kindlich,¬†eher wie kleine Erwachsene auf uns, wom√∂glich √ľbertragen wir ihnen mehr Verantwortung als anderen Kindern, weil wir wissen, dass wir uns auf sie verlassen k√∂nnen.

Kinder vom Typ 2 – Der Geber

Kinder dieses Musters wissen wie sie eine gute Beziehung zu anderen Kindern und Erwachsenen haben k√∂nnen, sie sind beliebt bei anderen, sie helfen unaufgefordert, sie kommen auch mit ‚Äěschwierigen‚Äú Kindern gut klar, sie sind sehr gekr√§nkt wenn sie zur√ľckgewiesen oder kritisiert werden, sie machen gerne Komplimente oder Geschenke, beim Spielen ist wichtiger mit wem als was gespielt wird, sie sagen nicht nein, wenn man sie um etwas bittet, sie sind gro√üz√ľgig und k√∂nnen gut teilen, sie m√∂gen es, √∂ffentlich gelobt zu werden und bl√ľhen auf bei Lob, sie wissen intuitiv was anderen brauchen, sie f√ľhlen sich in andere ein, sie stellen ihre Bed√ľrfnisse zur√ľck, wenn sie in Not sind werden sie ungeahnt w√ľtend und hart. Als Erziehende sind wir stolz auf diese Kinder, denn sie helfen uns und anderen Kindern oft unaufgefordert und sagen nicht nein, wenn man sie um etwas bittet, wir sind stolz auf ihre Gro√üz√ľgigkeit und Hilfsbereitschaft, insgeheim haben wir manchmal ein schlechtes Gewissen, weil sie so viel f√ľr uns tun und sind dadurch manipulierbar.

Kinder vom Typ 3 – Der Dynamiker

Kinder dieses Musters wollen die Anerkennung von anderen Kindern und Erwachsenen, sie gl√§nzen durch Leistung oder Besitz oder Aussehen, sie wollen Autorit√§ten gefallen und strengen sich daf√ľr sehr an, sie sind √ľberaus anpassungsf√§hig in ihrem Verhalten, sie brauchen Anerkennung und holen sie sich wenn n√∂tig auch aktiv, sie wollen bewundert werden, sie sind ehrgeizig, sie haben ein hohes Aktivit√§tsniveau, sie wollen die Erwartungen erf√ľllen und daf√ľr Lob und Anerkennung, wenn sie die Erwartungen nicht erf√ľllen k√∂nnen und in Not sind k√∂nnen sie sehr verzweifelt, w√ľtend und ungewohnt emotional sein. Auf uns als Erziehende wirken sie manchmal wie kleine Schauspieler, wir sind stolz und voller Bewunderung f√ľr ihren tats√§chlichen Leistungen und Erfolge, manchmal auch genervt von Leistungsstreben, Imagedenken und Angeberei, insgeheim w√ľnschen wir uns vielleicht mehr Echtheit oder Ehrlichkeit.

Kinder vom Typ 4 – Der Romantiker

Kinder dieses Musters ziehen viel Aufmerksamkeit (auch negative) auf sich, k√∂nnen aber auch scheu und schamhaft wirken, sie haben intensive Gef√ľhle, sie lieben es Dinge anders als alle anderen zu tun, sie ziehen sich zur√ľck oder dramatisieren, sie vermeiden zu sein wie alle anderen, √Ąsthetik, himmelhochjauchzend zu Tode betr√ľbt, Scham, Neid, Hass, Konkurrenz, Empathie und Einf√ľhlungsverm√∂gen, blumige Sprache, phantasievoll, fallen auf durch Sensibilit√§t, Anspruchshaltung und Kompliziertheit, kreativer Ausdruck, Tiefe, interessieren sich schon fr√ľh f√ľr Themen wie Tod und Geburt, sehen das Besondere im Allt√§glichen. Als Erziehende f√ľhlen wir uns ge- und manchmal √ľberfordert weil sie so viel Aufmerksamkeit brauchen¬† Wir sind stolz auf ihre Individualit√§t, Kreativit√§t, wir f√ľhlen uns wechselweise¬†auf den Sockel gestellt¬†und zur√ľckgesto√üen. Insgeheim haben wir vielleicht den Wunsch das Kind m√∂ge einfach nur sein wie alle anderen und nicht aus jeder Kleinigkeit¬†ein Drama machen.

Kinder vom Typ 5 – Der Beobachter

Kinder dieses Musters brauchen viel Zeit und Raum f√ľr sich, sie wirken scheu und zur√ľckgezogen und manchmal auch zerbrechlich, sie sprechen meist leise und wenig au√üer es geht √ľber das Gebiet in dem sie Experten sind, sie spielen viel alleine, sie ziehen sich zur√ľck um Eindr√ľcke zu verarbeiten, sie sind eher sachlich als emotional, wenn eine Sache ihr Interesse weckt k√∂nnen sie sich ihr mit gro√üer Offenheit, Ausdauer und Konzentration widmen, sie werden dann zu Experten, sie beteiligen sich oft nicht an Gruppenaktivit√§ten, sind aber wache, gute Beobachter. Als Erziehende f√ľhlen wir uns auf Distanz gehalten (besonders Menschen, die viel Beziehung brauchen) und irgendwie als Eindringlinge. Wir sind beeindruckt von ihrem Wissen auf bestimmten Gebieten. Insgeheim machen wir uns vielleicht Sorgen, das Kind k√∂nnte zum Au√üenseiter werden und/oder h√§tte Defizite im sozialen Bereich.

Kinder vom Typ 6 – Der Skeptiker

Kinder dieses Musters suchen Sicherheit bei Autorit√§ten, stellen diese aber gleichzeitig in Frage. Deshalb werden Autorit√§ten immer wieder getestet. Sie stellen¬†viele Fragen, oft immer wieder¬†die selben. Sie zweifeln an sich und an anderen und haben oft¬†die Bef√ľrchtung, dass Situationen schlecht enden. F√ľhlen sie sich in einer Beziehung sicher, sind sie au√üergew√∂hnlich loyal. Bei Neuem sagen sie eher „nein“ als „ja“ und wollen sich erst einen Eindruck verschaffen.¬†Eine klare Struktur schafft Sicherheit.¬†Wir nehmen sie als √§ngstlicher oder misstrauischer als andere Kinder wahr, manchmal auch √ľberangepasst freundlich und pflichtbewusst. ¬†Erziehende laufen Gefahr die immer wiederkehrenden gleichen √Ąngste und Fragen und pl√∂tzlichen Tests als unn√∂tig anzusehen und mit Ungeduld und Unverst√§ndnis zu reagieren. 6er Kinder brauchen von ihren Bezugspersonen in besonderem Ma√üe Verl√§sslichkeit. Als Erziehende f√ľhlen wir uns¬†entweder¬†als Anker f√ľr das¬†6er Kind¬†(sie k√∂nnen dann¬†sehr anh√§nglich sein)¬†¬†oder auch als Autorit√§t in Frage gestellt (durch provozierende Aussagen oder rebellisches Verhalten). Insgeheim sind wir vielleicht genervt von √Ąngstlichkeit, Misstrauen und Schwarzmalerei.

Kinder vom Typ 7 – Der Optimist

Kinder dieses Musters haben viel Phantasie, Pl√§ne und gro√üartige Ideen, die jedoch oft nicht umgesetzt werden, da sie sich fasziniert allem Neuen zuwenden und es ihnen schwerf√§llt bis zum Ende dabei zu bleiben.¬†Besonders dann,¬†wenn eine Sache¬†nicht mehr spannend ist. Sie k√∂nnen aus allem einen Spa√ü oder ein Spiel¬†machen.¬†Sie setzen ihren Charme ein und wirken selbstbewusst. Sie¬†erz√§hlen gerne gro√üartige Geschichten und k√∂nnen manchmal schwer die Phantasie von der Wirklichkeit trennen.¬†Sie sind reizoffen,¬†m√∂gen keine Langeweile und keine Routine.¬†Schon¬†als junge Kinder begegnen sie Autorit√§ten auf Augenh√∂he.¬†Als Erziehende genie√üen wir die Leichtigkeit und das¬†positive Wesen,¬†f√ľhlen uns aber¬†zuweilen vom 7er Kind als Autorit√§t¬† nicht ernst genommen oder sogar l√§cherlich gemacht, da es bei Anweisungen oder Auseinandersetzungen Sicherheit in der Flucht in vergn√ľgliche Alternativen und ins Spa√üige sucht. Insgeheim w√ľnschen wir uns vielleicht mehr Best√§ndigkeit, Verl√§sslichkeit¬†und Bodenhaftung.

Kinder vom Typ 8 – Der Boss

Kinder dieses Musters geraten schnell in Wut. Diese dr√ľcken sie mit Worten oder auch mit F√§usten aus. Sie suchen¬†manchmal¬†keine L√∂sung sondern nur Reibung. Sie haben gro√üe Energie und haben in Gruppen oft eine F√ľhrungsrolle.¬†Sie¬†sind geradeheraus, ehrlich und direkt.¬†Sie sind stark, setzen sich f√ľr Gerechtigkeit ein¬†und leugnen eigene Schw√§che und Verletzlichkeit. Sie haben ein gro√ües Herz, das nicht viele sehen d√ľrfen und k√∂nnen sich r√ľhrend um j√ľngere¬†Kinder¬†oder verletzte Tiere k√ľmmern.¬†Durch ihre herausfordernde und direkte Art sind sie¬†oft in Konflikte verwickelt und¬†landen dabei meist¬†in der¬†T√§terrolle. Als Erziehende f√ľhlen wir uns zuweilen vom 8er Kind herausgefordert oder dominiert, da es Sicherheit darin sucht,¬† die Kontrolle zu haben, und dabei Grenzen √ľberschreitet. Insgeheim w√ľnschen wir uns vielleicht, dass die ewigen Machtk√§mpfe und Auseinandersetzungen ein Ende haben m√∂gen.

Kinder vom Typ 9 – Der Vermittler

Kinder dieses Musters haben Schwierigkeiten ihre eigene Position zu finden. Sie suchen Sicherheit in der Meinung anderer. Sie wirken freundlich,¬†bed√§chtig, ruhig und ausgeglichen. Sie fallen selten auf (wenn, dann durch Langsamkeit).¬†Sie sind gerne in Gesellschaft, nehmen aber selten eine zentrale Rolle ein. Sie ergreifen selten selbst die Initiative¬†zu gemeinsamen¬†Aktivit√§ten, lassen sich aber gerne von anderen mitziehen. Sie sind in der Regel¬†sehr anpassungs- und kompromissbereit.¬†Selten bekommt man ein klares „Nein“ von ihnen zu h√∂ren. Es ist allerdings fast unm√∂glich, sie zu etwas zu zwingen, das sie nicht wollen.¬†Auf Druck reagieren Sie mit¬†Passivit√§t und Schweigen.¬†Als Erziehende freuen wir uns¬†√ľber ein¬†unkompliziertes Kind. Insgeheim w√ľnschen wir uns mehr Eigeninitiative und¬†denken vielleicht das Kind sei faul.